Haglundferse und Plantarfasciitis

Fersensporn

Die Haglundferse und die Plantarfasciitis sind zwei verschiedene Arten von Fersensporn, die jeweils unterschiedliche Ursachen und Symptome aufweisen. Die Haglundferse, auch als oberer Fersensporn bekannt, tritt durch eine Vergrößerung des Fersenbeins und eine Entzündung der Achillessehne auf. Die Plantarfasciitis, der untere Fersensporn, betrifft den Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein und verursacht schmerzhafte Druckstellen an der Fußsohle. Beide Erkrankungen können durch Überlastung und ungünstiges Schuhwerk begünstigt werden. Die konservative Behandlung umfasst bei beiden Formen Schuheinlagen und Dehnübungen, während bei nicht ansprechenden Fällen eine operative Therapie in Betracht gezogen wird.

Überblick

Fersensporn ist ein Sammelbegriff für schmerzhafte Veränderungen am Fersenbein. Dabei wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden: der Haglundferse (oberer Fersensporn) und der Plantarfasciitis (unterer Fersensporn). Beide Erkrankungen führen zu starken Schmerzen, haben jedoch unterschiedliche Ursachen und Therapieansätze. Die Haglundferse betrifft hauptsächlich den Bereich der Achillessehne, während die Plantarfasciitis die Plantarfaszie am Fersenbein betrifft.

Symptome

Die Haglundferse äußert sich durch Schmerzen im hinteren Bereich der Ferse, besonders am Ansatz der Achillessehne. Diese Schmerzen entstehen durch Reibung und Druck, wenn das Fersenbein vergrößert ist und die Achillessehne gereizt wird. Typisch sind schmerzhafte Stellen hinter der Ferse, die bei Belastung und Druck empfindlich sind. Die Beschwerden verstärken sich häufig bei intensiver Bewegung oder langem Stehen.

Im Gegensatz dazu betrifft die Plantarfasciitis die Fußsohle. Sie führt zu stechenden Schmerzen im Bereich der Ferse, besonders beim ersten Auftreten nach dem Aufstehen oder nach längeren Ruhepausen. Die Schmerzen entstehen durch eine Entzündung und Reizung der Plantarfaszie, die das Fersenbein mit dem Vorderfuß verbindet. Druck auf den betroffenen Bereich, insbesondere beim Gehen auf harten Untergründen, kann die Schmerzen verstärken.

Diagnostik

Die Haglundferse wird durch eine gründliche klinische Untersuchung diagnostiziert. Ein Arzt tastet den Bereich hinter der Ferse ab, um die Vergrößerung des Fersenbeins und die Entzündung der Achillessehne zu erkennen. Röntgenaufnahmen sind entscheidend, um die Knochenveränderungen und das Ausmaß der Haglundferse zu visualisieren.

Bei der Plantarfasciitis wird die Diagnose ebenfalls durch eine klinische Untersuchung gestellt, bei der Druck auf den Bereich der Fußsohle ausgeübt wird, um den Schmerzpunkt zu lokalisieren. Ein Röntgenbild kann helfen, den Fersensporn und die damit verbundenen Veränderungen zu identifizieren. Eine Magnetresonanztomografie (MRT) wird in schwierigen Fällen hinzugezogen, um Entzündungen und begleitende Schäden der Plantarfaszie sichtbar zu machen.

Therapie

Die konservative Behandlung beider Erkrankungen umfasst in erster Linie Dehnübungen und den Einsatz von individuell angepassten Schuheinlagen. Bei der Haglundferse wird empfohlen, das Schuhwerk anzupassen, um Druck und Reibung auf den betroffenen Bereich zu vermeiden. Dehnübungen zur Entlastung der Achillessehne können ebenfalls helfen, die Beschwerden zu lindern.

Bei der Plantarfasciitis werden Dehnübungen zur Lockerung der Plantarfaszie durchgeführt. Hier sind auch maßgefertigte Schuheinlagen von Bedeutung, die den Fuß weicher betten und die Belastung auf den betroffenen Bereich verringern. In beiden Fällen können auch lokale Injektionen wie Hyaluronsäure oder Kortison zur Linderung der Entzündung beitragen.

Sollten konservative Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, kommt in beiden Fällen eine operative Behandlung in Frage. Bei der Haglundferse erfolgt eine Operation, bei der der überschüssige Knochen entfernt wird, um die Reibung an der Achillessehne zu verringern. Bei der Plantarfasciitis wird der entzündete Teil der Plantarfaszie entfernt, um die Schmerzen zu lindern und die Heilung zu fördern. Beide Eingriffe sind minimal-invasiv und führen in der Regel zu einer dauerhaften Linderung der Beschwerden.

Die Sanfte

Fokussierte Stoßwellentherapie

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