Mehr als nur Hühneraugen

Hammerzehen

Hammer- und Krallenzehen sind Fehlstellungen der kleineren Zehen, die mit Schmerzen, Schwielenbildung und oft offenen Hautschädigungen einhergehen. Sie entstehen meist durch eine Verkürzung der Beugemuskulatur und werden häufig durch andere Fußfehlstellungen, neurologische Erkrankungen oder ungeeignetes Schuhwerk begünstigt. In den frühen Stadien können konservative Behandlungsmethoden wie Schuheinlagen, Schienen oder Zehengymnastik helfen. In fortgeschrittenen Fällen ist jedoch eine operative Behandlung notwendig, um die Zehe zu begradigen und die Beschwerden zu lindern. Verschiedene Operationstechniken, wie Sehnenverlagerung oder Stabilisierung mit Implantaten, kommen zum Einsatz.

Überblick

Hammer- und Krallenzehen sind schmerzhafte Fehlstellungen der kleineren Zehen, die häufig mit Hautläsionen wie Schwielen und Hühneraugen verbunden sind. Diese Fehlstellungen entstehen aufgrund einer Verkürzung der Beugemuskulatur und können durch verschiedene Ursachen wie andere Fußfehlstellungen, neurologische Erkrankungen oder ungeeignetes Schuhwerk verstärkt werden. Eine frühe Diagnose und Therapie sind wichtig, um die Verschlechterung der Fehlstellung und die damit verbundenen Beschwerden zu verhindern.

Symptome

Die ersten Anzeichen von Hammer- oder Krallenzehen sind druckschmerzhafte Hühneraugen und eine sichtbare Verkrümmung der Zehen. Es bilden sich Schwielen, und häufig kommt es zu offenen Hautschädigungen. Mit fortschreitender Fehlstellung berühren die Zehenkuppen nicht mehr den Boden, und das Grundgelenk der betroffenen Zehen kann beschädigt oder ausgerenkt sein. Diese Symptome gehen oft mit Schmerzen und einer zunehmend eingeschränkten Beweglichkeit der Zehen einher.

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung, bei der die Fehlstellung und die Schmerzen an den betroffenen Zehen deutlich sichtbar sind. Röntgen wird eingesetzt, um die Schwere der Deformität und mögliche Schäden am Gelenk wie Knorpelverschleiß oder Ausrenkungen zu beurteilen. Die Stellung der Gelenkflächen zueinander ist ebenfalls von Bedeutung, um die Notwendigkeit einer Korrektur festzustellen. In vielen Fällen ist die Krallenzehe eine Folge anderer Fußfehlstellungen, weshalb auch diese berücksichtigt werden muss.

Therapie

In den frühen Stadien der Krallenzehe können konservative Behandlungen wie Zehengymnastik, Schuheinlagen, Schienen oder Zügelverbände zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit beitragen. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, wird eine operative Therapie in Erwägung gezogen. Abhängig vom Schweregrad der Fehlstellung gibt es verschiedene chirurgische Optionen:

  • Sehnenverlagerung: Bei leichten Fällen wird die Beugesehne auf die Streckseite verlagert, um die Zehe zu begradigen.
  • Operation nach Hohmann: Bei fortgeschritteneren Fehlstellungen wird die verkürzte Beugesehne bearbeitet und ein Teil des Zehengrundglieds entfernt.
  • Stabilisierung: Wenn bereits Gelenkschäden vorliegen, wird die Fehlstellung durch den Einsatz eines speziellen Implantats stabilisiert, was mit einer schnellen Mobilisation verbunden ist.

Die meisten Operationen können ambulant durchgeführt werden und sind in der Regel nahezu schmerzfrei. Nach dem Eingriff erfolgt die Mobilisation des Fußes mit einem speziellen Therapieschuh. In der Regel können Gehhilfen vermieden werden, und nach der Heilungsphase ist das Tragen von gewöhnlichem Schuhwerk wieder möglich.

Die Basis stabilisieren

Fußchirurgie

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