Pes planus

Knick-Plattfuß

Der Knick-Plattfuß ist eine Fehlstellung des Fußes, bei der das Fußgewölbe absinkt und die Ferse nach außen kippt. Dies führt zu einer Überlastung der Fußgelenke und Schmerzen, besonders im Bereich der Tibialis posterior Sehne. Die Behandlung hängt vom Schweregrad ab: In milden Fällen können konservative Maßnahmen wie Einlagen und Physiotherapie helfen. Bei stärkeren Beschwerden oder fortschreitendem Verschleiß kann eine operative Korrektur erforderlich sein, bei der entweder die Stellung des Fersenbeins angepasst oder eine Sehnenumleitung vorgenommen wird.

Überblick

Knick-Plattfuß, auch Pes planus genannt, ist eine Fehlstellung des Fußes, bei der das Fußgewölbe absinkt und die Ferse nach außen kippt. Diese Fehlstellung kann sowohl angeboren als auch erworben sein und wird häufig durch Faktoren wie Muskelschwächen, Überlastung, Fehlbelastung, Verletzungen oder entzündliche Prozesse ausgelöst. Besonders bei Frauen im mittleren Alter oder bei älteren Menschen mit Sehnenverschleiß tritt der Knick-Plattfuß häufiger auf. Die Symptome reichen von Schmerzen im Fuß bis hin zu Problemen in anderen Gelenken wie Knie oder Hüfte.

Symptome

Die Symptome eines Knick-Plattfußes variieren je nach Schwere der Fehlstellung. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Schmerzen im Bereich der Fußwurzel und der Tibialis posterior Sehne. Bei fortgeschrittenem Plattfuß kommt es oft zu einer Überbelastung des Innenknöchels und der Gelenke, was zu Schmerzen im Fuß, den Knien, der Hüfte und sogar zu Rückenproblemen führen kann. Bei sehr ausgeprägten Formen können Druckgeschwüre und Verformungen auftreten. Optisch zeigt sich der Fuß häufig verbreitert und flach.

Diagnostik

Die Diagnose des Knick-Plattfußes erfolgt zunächst durch eine gründliche Anamnese, bei der die Beschwerden und deren Verlauf erfragt werden. Eine körperliche Untersuchung beinhaltet das Testen der Flexibilität des Fußes und eine Gang- und Haltungsanalyse. Zusätzlich können Fußabdrücke Aufschluss über die Fußstellung geben. Röntgenaufnahmen des Fußes im Stehen ermöglichen eine Beurteilung von knöchernen Veränderungen, während MRTs zur Untersuchung von Weichteilen wie Bändern und Sehnen eingesetzt werden.

Therapie

Die Behandlung eines Knick-Plattfußes richtet sich nach dem Schweregrad der Fehlstellung. In den meisten Fällen wird zunächst eine konservative Therapie angewendet. Dazu gehören physiotherapeutische Übungen zur Stärkung der Muskulatur und das Tragen von orthopädischen Einlagen, die das Fußgewölbe stützen und die Fehlstellung korrigieren. Bei entzündlichen Prozessen können entzündungshemmende Medikamente und Ruhigstellung helfen. Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kommen chirurgische Eingriffe in Betracht. Eine Medialisierende Fersenbeinosteotomie oder ein Sehnenumleitungstransfer (FDL-Sehnen-Transfer) sind mögliche Operationen, um die Fehlstellung zu korrigieren und die Schmerzen zu lindern. In schweren Fällen, wie bei starkem Verschleiß der Sehne oder Arthrose, kann eine Sehnenentfernung oder ein Transplantat erforderlich sein. Bei fortgeschrittener Arthrose kann eine Arthrodese (Versteifung der Gelenke) notwendig werden. Nach operativen Eingriffen ist eine Ruhigstellung des Fußes für mehrere Wochen erforderlich, um die Heilung zu fördern.

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