Tendovaginitis stenosans

Schnappfinger

Ein Schnappfinger (Trigger Finger, Tendovaginitis stenosans) entsteht durch eine Verdickung der Beugesehne, die nicht mehr reibungslos durch das Ringband gleitet. Dies führt zu einem ruckartigen Schnappen des Fingers bei Bewegung, in schweren Fällen kann die Streckung blockiert sein. Die Behandlung erfolgt operativ durch eine Spaltung des Ringbandes, um das freie Gleiten der Sehne wiederherzustellen.

Überblick

Ein Schnappfinger ist eine häufige Erkrankung der Hand, bei der sich ein Finger nach dem Beugen nicht mehr problemlos strecken lässt oder nur mit einem ruckartigen Schnappen in die Ausgangsposition zurückkehrt. Dies wird durch eine Verdickung der Beugesehne verursacht, die nicht mehr geschmeidig durch das Ringband gleitet, welches die Sehne am Knochen fixiert. In fortgeschrittenen Fällen kann die Streckung vollständig blockiert sein.

Symptome

Die ersten Anzeichen eines Schnappfingers sind oft ein unangenehmes Gefühl oder ein leichtes Haken beim Beugen oder Strecken des betroffenen Fingers. Mit fortschreitender Erkrankung kann es zu einer schmerzhaften Blockade kommen, bei der sich der Finger nur mit Kraftaufwand ruckartig bewegen lässt. In schweren Fällen bleibt der Finger in einer gebeugten Position stecken und kann nicht mehr aktiv gestreckt werden.

Diagnostik

Die Diagnose eines Schnappfingers erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung. Typisch sind die Beschwerden beim Beugen und Strecken sowie das spürbare Schnappen. In manchen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung hilfreich sein, um die Verdickung der Sehne oder eine Entzündung der Sehnenscheide sichtbar zu machen.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden. In frühen Stadien können entzündungshemmende Maßnahmen wie Ruhigstellung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente helfen. Gezielte Injektionen mit Kortison können vorübergehend Linderung verschaffen.

Wenn die konservativen Maßnahmen nicht ausreichen oder eine starke Bewegungseinschränkung besteht, wird das Ringband operativ gespalten. Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Dabei wird ein kleiner Hautschnitt von etwa 1,5 cm gesetzt, das betroffene Ringband durchtrennt und eventuell verdicktes Sehnengewebe entfernt. Dadurch kann die Beugesehne wieder ungehindert gleiten, und das Schnappen verschwindet.

Nach der Operation ist die Hand meist schnell wieder belastbar. Bewegungsübungen sind wichtig, um eine erneute Versteifung zu verhindern. In den meisten Fällen führt die Behandlung zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit.

Präzision und Funktion

Handchirurgie

Falls nach einer gründlichen Untersuchung und Diagnostik festgestellt werden sollte, dass Sie von einer Operation an der Hand oder dem Handgelenk profitieren würden, werden Sie direkt in unserer Praxis ausführlich informiert. Die Spezialist*innen unserer Praxis und Klinik führen diese Eingriffe direkt bei uns im Haus mit großer Expertise durch.