Je nach Stadium der Hüftkopfnekrose gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. In den frühen Stadien sind konservative Maßnahmen wie Schmerzmedikation, Physiotherapie und das Vermeiden von Belastungen hilfreich. Ein Aufbau der Muskulatur, um das Gelenk zu stabilisieren, ist ebenfalls wichtig. Unterstützend können Unterarmgehstützen verwendet werden, um das Hüftgelenk zu entlasten und eine weitere Schädigung zu vermeiden.
Im fortgeschrittenen Stadium ist eine operative Behandlung erforderlich. Eine Option ist die Core Decompression, bei der der Hüftkopf angebohrt wird, um den Druck im Knochen zu verringern und die Durchblutung zu fördern. Bei kleineren Defekten kann auch Knochenersatz oder körpereigenes Knochengewebe transplantiert werden.
Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet und der Hüftkopf stark beschädigt ist, kommt eine Umstellungsosteotomie in Betracht. Dabei wird die Achse des Oberschenkels so verändert, dass die abgestorbenen Bereiche des Hüftkopfes aus der Belastung des Gelenks herausgedreht werden.
In den schwersten Fällen, bei vollständigem Einbruch des Hüftkopfes, kann eine Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) notwendig werden, bei der das gesamte Gelenk durch ein künstliches Hüftgelenk ersetzt wird.
Nach der Operation ist eine entsprechende Rehabilitation wichtig. Nach minimalinvasiven Eingriffen wie der Core Decompression oder Umstellungsosteotomie muss das operierte Bein in der Regel für einige Wochen nur teilbelastet werden. Unterarmgehstützen sind notwendig, und eine schrittweise Belastungssteigerung erfolgt unter physiotherapeutischer Anleitung. Bei einer Hüftgelenkprothese kann die vollständige Belastung bereits am ersten Tag nach der Operation erfolgen, abhängig vom eingesetzten Implantat.
Die Auswahl der richtigen Therapie hängt vom individuellen Zustand des*der Patient*in ab und sollte in enger Absprache mit dem*der behandelnden Ärzt*in erfolgen.