Der Engpass unterm Schulterdach

Impingement-Syndrom

Das Impingement-Syndrom (Schulter-Engpasssyndrom) entsteht durch eine Einengung der Sehnen der Rotatorenmanschette zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Dies führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ mit Physiotherapie und entzündungshemmenden Maßnahmen. Falls erforderlich, kann ein arthroskopischer Eingriff durchgeführt werden, um Engstellen zu beseitigen.

Überblick

Das Impingement-Syndrom ist eine häufige Ursache für Schulterschmerzen und entsteht durch eine mechanische Einengung der Sehnen der Rotatorenmanschette. Diese Strukturen sind für die Stabilität und Beweglichkeit der Schulter essenziell. Eine dauerhafte Reizung kann zu Entzündungen, Sehnenschäden und langfristigen Bewegungseinschränkungen führen. 

Symptome

Typische Beschwerden sind bewegungsabhängige Schulterschmerzen, insbesondere beim Heben des Arms über die Schulterhöhe oder beim Liegen auf der betroffenen Seite. Im weiteren Verlauf können Ruheschmerzen, insbesondere nachts, sowie eine zunehmende Bewegungseinschränkung und Muskelschwund auftreten. Unbehandelt können Sehnenrisse entstehen, die eine aufwendigere Therapie erforderlich machen.

Diagnostik

Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte und einer klinischen Untersuchung gestellt. Funktionstests helfen, das Ausmaß der Bewegungseinschränkung zu bestimmen. Zur weiteren Abklärung kommen bildgebende Verfahren wie Röntgen (zur Beurteilung von knöchernen Veränderungen), Ultraschall (zur Darstellung der Weichteile) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz, um Sehnenschäden oder Entzündungen zu erkennen.

Therapie
  • Konservative Therapie 

Die Behandlung des Impingement-Syndroms beginnt in der Regel mit konservativen Maßnahmen, die darauf abzielen, die Beschwerden zu lindern und die Schulterfunktion zu verbessern. Physiotherapie spielt dabei eine zentrale Rolle, da gezielte Übungen helfen, die Beweglichkeit der Schulter zu erhalten und die Muskulatur zu stärken. Ergänzend werden entzündungshemmende Medikamente eingesetzt, um Schmerzen zu reduzieren. In manchen Fällen können gezielte Injektionen mit Kortison oder Hyaluronsäure in den betroffenen Bereich verabreicht werden, um eine akute Entzündung zu dämpfen. Unterstützend kommen Elektro- und Kältetherapie zum Einsatz, um die Heilung zu fördern. Eine konsequente konservative Behandlung kann in vielen Fällen innerhalb von drei bis vier Monaten zu einer deutlichen Besserung führen. 

  • Operative Therapie 

Falls die konservativen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Beschwerden nachhaltig zu lindern, kann ein minimalinvasiver arthroskopischer Eingriff notwendig werden. Bei der sogenannten endoskopischen subacromialen Dekompression werden knöcherne Engstellen erweitert, Kalkablagerungen entfernt und entzündete Schleimbeutel beseitigt. Ziel des Eingriffs ist es, die Sehnen der Rotatorenmanschette zu entlasten und die mechanische Engstelle zu beheben. 

 

Nach der Operation beginnt unmittelbar eine gezielte Physiotherapie, um die Beweglichkeit der Schulter schrittweise wiederherzustellen und die Muskulatur zu kräftigen. Bereits in den ersten Wochen wird ein individuell angepasstes Rehabilitationsprogramm durchgeführt, das sowohl passive als auch aktive Bewegungsübungen umfasst. In den meisten Fällen lässt sich die volle Funktion der Schulter innerhalb von acht bis zehn Wochen wiedererlangen. Eine konsequente Nachsorge ist entscheidend, um Rückfälle zu vermeiden und die langfristige Gesundheit der Schulter zu sichern.

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