Tendinitis calcarea

Kalkschulter

Die Kalkschulter ist eine schmerzhafte Erkrankung, bei der Kalkeinlagerungen in der Rotatorenmanschette auftreten. Besonders betroffen ist die Supraspinatussehne, was zu Bewegungsschmerzen und gelegentlich starken Schmerzattacken führen kann. Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ durch Schmerztherapie und Physiotherapie. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine minimalinvasive arthroskopische Entfernung des Kalkdepots erfolgen. Nach dem Eingriff beginnt frühzeitig eine aktive Bewegungstherapie, sodass eine schnelle Rückkehr zur gewohnten Aktivität möglich ist. 

Überblick

Die Kalkschulter ist eine Erkrankung, bei der sich Kalkeinlagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette bilden, insbesondere in der Supraspinatussehne. Diese Ablagerungen können unterschiedlich groß sein und bleiben in manchen Fällen ohne Symptome. Wenn sie jedoch Beschwerden verursachen, können sie die Schulterbeweglichkeit einschränken und zu erheblichen Schmerzen führen. Die genauen Ursachen der Kalkeinlagerungen sind nicht vollständig geklärt, jedoch spielen Durchblutungsstörungen in der Sehne, Überlastung und degenerative Veränderungen eine Rolle. 

Symptome

Die Beschwerden bei einer Kalkschulter reichen von milden Bewegungseinschränkungen bis hin zu starken, plötzlich auftretenden Schmerzen. Häufig klagen Betroffene über stechende Schmerzen bei Bewegungen oder beim Liegen auf der betroffenen Schulter. Besonders intensive Schmerzattacken treten auf, wenn der Kalk aus der Sehne in den Schleimbeutel übertritt und dort eine Entzündungsreaktion auslöst. Diese Schleimbeutelentzündung kann die Schmerzen erheblich verstärken und zu einer massiven Einschränkung der Armbeweglichkeit führen. In einigen Fällen bleiben kleinere Kalkablagerungen unbemerkt und verursachen keine Beschwerden. 

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren. Eine Ultraschalluntersuchung oder eine Röntgenaufnahme kann die Kalkeinlagerungen sichtbar machen und deren Größe sowie Lage bestimmen. In manchen Fällen wird eine Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt, um zusätzliche Informationen über den Zustand der Sehnen und umliegenden Strukturen zu erhalten. 

Therapie

Die Behandlung der Kalkschulter beginnt in der Regel konservativ. Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können die Beschwerden lindern. Physiotherapie hilft dabei, die Beweglichkeit der Schulter zu erhalten und die umliegende Muskulatur zu kräftigen. In manchen Fällen kann eine Stoßwellentherapie angewendet werden, um die Auflösung des Kalks zu fördern. 

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder die Schmerzen sehr stark sind, kann eine arthroskopische Kalkentfernung durchgeführt werden. Dabei wird das Kalkdepot mithilfe eines minimalinvasiven Eingriffs entfernt. Diese Technik ermöglicht eine präzise Entfernung der Ablagerungen mit geringen Risiken für das umliegende Gewebe. 

Die Nachbehandlung beginnt bereits am ersten Tag nach der Operation mit aktiven Bewegungsübungen, um die Schulterbeweglichkeit schnell wiederherzustellen. Eine Ruhigstellung des Arms ist in der Regel nicht erforderlich, sodass die meisten Betroffenen rasch in ihren Alltag zurückkehren können.

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