Ein Schaden am Halteapparat

Rotatorenmanschetten-ruptur

Die Rotatorenmanschette ist eine Sehnenstruktur, die das Schultergelenk stabilisiert und Bewegungen des Arms ermöglicht. Durch Abnutzung, Überbeanspruchung oder Unfälle kann es zu Rissen in diesen Sehnen kommen, insbesondere in der Supraspinatussehne. Eine Rotatorenmanschettenruptur führt zu Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen. Während kleinere Risse konservativ behandelt werden können, ist bei ausgeprägten Defekten eine operative Rekonstruktion notwendig, die meist minimalinvasiv erfolgt. Nach der Operation ist eine mehrwöchige Ruhigstellung erforderlich, gefolgt von gezielter Physiotherapie. 

Überblick

Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Sehnen, die eng am Schultergelenk verlaufen und für dessen Stabilität sowie Beweglichkeit sorgen. Die Supraspinatussehne ist aufgrund ihrer anatomischen Lage besonders anfällig für Abnutzungserscheinungen und Verletzungen. Durch chronische Überbelastung, degenerative Prozesse oder akute Unfälle kann es zu einer Schädigung oder Ruptur der Sehnen kommen. Bleibt eine bestehende Engstelle im Schultergelenk, wie sie beispielsweise beim Impingement-Syndrom auftritt, unbehandelt, steigt das Risiko für eine Rotatorenmanschettenruptur weiter an. 

Symptome

Typische Anzeichen einer Rotatorenmanschettenruptur sind Schmerzen in der Schulter oder im Oberarm, die besonders nachts verstärkt auftreten. In vielen Fällen kommt es zu einer Einschränkung der Armbeweglichkeit, die sich im weiteren Verlauf verschlimmern kann. Ein vollständiger Sehnenriss kann zu einer erheblichen Kraftminderung und einer nahezu vollständigen Bewegungseinschränkung der Schulter führen. 

Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch eine gründliche klinische Untersuchung, bei der typische Bewegungseinschränkungen und Schmerzpunkte überprüft werden. Ergänzend kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz, um das Ausmaß des Sehnenschadens zu bestimmen. 

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Größe der Ruptur, dem Beschwerdebild und der Funktionseinschränkung. Kleinere Risse können zunächst konservativ behandelt werden, indem Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie und gegebenenfalls Injektionen mit Eigenblutpräparaten (ACP-Therapie) eingesetzt werden. 

Bei ausgeprägten Rissen, starken Schmerzen oder funktionellen Einschränkungen ist eine Operation erforderlich. In den meisten Fällen wird die Rotatorenmanschette arthroskopisch rekonstruiert, wobei die gerissene Sehne mit speziellen Fadenankern wieder am Knochen befestigt wird. 

Nach dem Eingriff ist eine Ruhigstellung der Schulter in einem speziellen Kissen für 4–6 Wochen erforderlich, um die Heilung der Sehne zu gewährleisten. Gleichzeitig beginnt eine physiotherapeutische Nachbehandlung mit passiven Bewegungsübungen, die schrittweise zur Wiederherstellung der vollen Schulterfunktion führt. 

Kleiner Eingriff - große Wirkung

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