Stromavaskuläre Fraktion

Stammzelltherapie

Die Stammzelltherapie nutzt die regenerativen Fähigkeiten körpereigener Zellen, um Heilungsprozesse im Bewegungsapparat zu unterstützen. Dabei werden Stammzellen aus dem Fettgewebe gewonnen und in geschädigte Bereiche wie Gelenke, Sehnen oder Knorpel eingebracht. Sie können Entzündungen reduzieren, die Regeneration fördern und so Schmerzen lindern sowie die Funktion verbessern – schonend und mit körpereigenem Material.

Was ist eine Stammzelltherapie?

Unter einer Stammzelltherapie (speziell der SVF-Therapie) versteht man den Einsatz körpereigener Regenerationszellen, um geschädigtes Gewebe – wie etwa bei Arthrose oder Sportverletzungen – zu heilen. Die Stromale Vaskuläre Fraktion (SVF) ist ein natürliches Zellgemisch, das aus Ihrem eigenen Fettgewebe gewonnen wird. Es enthält neben adulten Stammzellen auch wichtige Wachstumsfaktoren und Entzündungshemmer, die wie ein „biologisches Reparatur-Team“ direkt am Ort der Verletzung wirken.

Warum nutzen wir Fettgewebe für die Gewinnung?

Fettgewebe ist das reichhaltigste Reservoir für regenerative Zellen im menschlichen Körper – es enthält bis zu 500-mal mehr Stammzellen als das Knochenmark. Die Entnahme ist zudem deutlich schmerzärmer und unkomplizierter.

Wie läuft eine Stammzelltherapie ab?

Der gesamte Prozess erfolgt ambulant, sicher und in nur einem Termin (One-Step-Verfahren):

  1. Miniminimale Entnahme: In lokaler Betäubung wird eine kleine Menge Fettgewebe (meist am Bauch oder Oberschenkel) entnommen.
  2. Aufbereitung: In einem speziellen Hochgeschwindigkeits-Verfahren werden die regenerativen Zellen (SVF) isoliert und konzentriert.
  3. Präzise Injektion: Das Zellkonzentrat wird unter Ultraschall- oder Röntgenkontrolle direkt in das betroffene Gelenk oder Gewebe injiziert.
    Sie können die Praxis kurz nach dem Eingriff wieder verlassen.
Ist die Stammzelltherapie wissenschaftlich belegt?

Ja, die regenerative Medizin ist eines der am intensivsten erforschten Gebiete der modernen Medizin. Zahlreiche klinische Studien belegen die Wirksamkeit der SVF-Therapie, insbesondere bei der Reduktion von Schmerzen und der Verbesserung der Gelenkfunktion bei Arthrose (Grad I-IV). Die Therapie nutzt natürliche biologische Prozesse, weshalb sie in der internationalen Orthopädie und Sportmedizin fest etabliert ist.

Bei welchen Beschwerden ist die Stammzelltherapie geeignet?

Besonders erfolgreich wird die SVF-Therapie eingesetzt bei:

  • Gelenkverschleiß (Arthrose) an Knie, Hüfte, Schulter oder Sprunggelenk
  • Chronischen Sehnenreizungen (z. B. Achillessehne oder Tennisarm)
  • Knorpelschäden nach Sportunfällen
Bezahlen das die Krankenkassen?

Die Stammzelltherapie mit SVF gilt aktuell als innovative Privatleistung. Private Krankenversicherungen oder Beihilfestellen übernehmen die Kosten oft auf Antrag oder nach Einzelfallprüfung, sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht. Gesetzliche Krankenkassen tragen die Kosten in der Regel noch nicht. Wir erstellen Ihnen gerne einen detaillierten Kostenvoranschlag für Ihre Versicherung

Die positiven Eigenschaften auf einen Blick:

  • Körpereigen: Da es sich um Ihre eigenen Zellen handelt, gibt es keine allergischen Reaktionen oder Abstoßungen
  • Nachhaltig: Statt nur Symptome zu maskieren, wird die Regeneration des Gewebes angeregt
  • Schonend: Ein kurzer ambulanter Eingriff statt einer großen Operation oder Prothese.
  • Schnelle Rückkehr: Minimale Ausfallzeiten im Vergleich zu chirurgischen Eingriffen.

Unser Spezialist für die Schulter und den Ellenbogen

Prof. Dr. Thorsten Gühring

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